Finger weg von FONIC!

Dieser Artikel ist veraltet. Aktuelle Infos zu Fonic findest du hier: Fonic: Und es geht doch!

Fonic_LidlAls ich im Januar feststellte, dass mein Konto bei Fonic auf 0,- Euro gerutscht war, hielt ich das für keine große Sache. Die fehlende Summe betrug meiner Erinnerung nach 2,51 Euro, war also nicht besonders hoch und es war offensichtlich, dass diese Summe nicht verbraucht worden sein konnte, da es keinen Tarif gibt, bei dem eine derartige Summe auf Null rutschen kann.

Ich schrieb also Fonic am 15.01.2014 an und erwartete eine Entschuldigung, dass wegen Wartungsarbeiten oder Updates die Daten verschwunden seien und dies selbstverständlich wieder korrigiert werde. Stattdessen bekam ich am 20.01.2014 eine Mail mit der dicken Überschrift “Wir haben Sie nicht vergessen!”. Im Text hieß es:

“leider dauert die Bearbeitung Ihrer Email-Anfrage noch etwas an. Wir bitten Sie deshalb noch um etwas Geduld. Zur Klärung dringender Anfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch telefonisch zur Verfügung.”

Nachdem ich nun schon gar nicht mehr mit einer Antwort rechnete, erhielt ich am 13.02.2014, also knapp 4 Wochen nach meiner Anfrage, folgende Mail mit dem Titel “Sie fragen – wir antworten!”:

“wir entschuldigen uns ausdrücklich für die verspätete Bearbeitung Ihrer Anfrage.

Eine Nachweispflicht für die erbrachten Verbindungsleistungen besteht nicht, wenn Sie der Speicherung Ihrer Einzelverbindungen widersprochen haben. Sofern Sie der Aufzeichnung Ihrer Verbindungsdaten nicht zugestimmt haben, gilt für FONIC keine Auskunftspflicht. Aus diesem Grund wurde der Entgeltnachweis nicht geführt.

Ihr Einwand kann daher leider nicht überprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fonic Team”

Die Begründung an sich ist Quatsch, denn ich habe der Speicherung der Einzelverbindungsnachweise zugestimmt. Überflüßigerweise gibt es noch eine Information darunter, dass ab dem 1. Februar auf SEPA-Überweisung umgestellt wird, also seit 12 Tagen vor dieser Mail.

Offenbar hat FONIC keine Kunden nötig. Auch wenn ich es nur als Zweittarif benutzt habe, für den Fall, dass es mit dem Datenlimit mal eng wird, so war ich doch ein zufriedener Kunde. Jetzt kann ich nur davor warnen, FONIC ein Guthaben anzuvertrauen. Schade nur, dass dies auch ein schlechtes Licht auf O2 wirft, denn mit diesem Anbieter hatte ich bisher nur positive Erfahrungen.

FONIC selbst ist offenbar nicht klar, dass sie sich im rechtsfreien Raum bewegen. Auch 1 Euro ist einklagbar und man kann sich nicht einfach darauf berufen, dass man keine Aufzeichnungen gemacht hat. Das wäre buchhalterich eine Katastrophe. Offenbar verläßt man sich darauf, dass nur die wenigsten eine Klage in München einreichen würden wegen ein paar Euro. Vielleicht sollten alle Geschädigten mal über eine Sammelklage nachdenken.

Update: Nachdem ich FONIC mein Erstaunen über deren Antwort zum Ausdruck gebracht und auf den obigen Artikel als Schlussforlgerung verwiesen hatte, bekam ich am 21.02.2014 nochmals eine Antwort. FONIC konnte sehr wohl die Ein- und Abgänge auf dem Guthabenkonto recht detailliert nachvollziehen. Nur bei der Erklärung für das Verschwinden des Restguthabens versagte jegliche Nachvollziehbarkeit und auch Logik. Es wurde schlichtweg behauptet, die Restsumme sei wohl für die Tagesflat verbraucht worden. Das ist schlichtweg unmöglich, da die Tagesflat 1,99 Euro pro Nutzung betrug. Da dies rein rechnerisch nicht aufging, hätte immer ein Restguthaben von einigen Cents bleiben müssen. Es bleibt also auch nach dieser Antwort – oder gerade nach dieser Antwort – dabei, dass man FONIC keine Vorauszahlung anvertrauen kann.

Dieser Artikel ist ein Update zu Guthabenschwund bei Fonic.

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