Surfstick: Guthabenschwund bei Fonic von Lidl

Dieser Artikel ist veraltet. Aktuelle Infos zu Fonic findest du hier: Fonic: Und es geht doch!

Fonic_LidlEigentlich ist das Angebot von Fonic über den Discounter Lidl eine tolle Sache. Die Monatsflat mit 5 GB dürfte den meisten Nutzern ausreichen. Wenigsurfer können mit der Tagesflat für 1,99 € pro Tag surfen und zahlen nur die Tage, an denen sie wirklich gesurft haben. In der Theorie. Einziges Manko der Monatsflat ist, dass der tägliche Verbrauch bei 500 MB liegt, danach wird gedrosselt. Das genutzte O2-Net ist in den meisten Regionen gut abgedeckt und der Monatstarif von Fonic ist um einiges günstiger als bei O2 selbst. Wäre da nur nicht das Problem mit den schwindenden Guthaben.

Die Fonic-Flat von Lidl in der Praxis

Ich selbst nutze den Surfstick von Fonic als Zweitstick. Das Praktische daran ist, dass keine Kosten entstehen, wenn ich ihn nicht nutze. In der Theorie – wie bereits erwähnt. Habe ich das 5 GB-Volumen mit meinem Erststick aufgebraucht, dann fülle ich das Konto bei Fonic auf, so dass mehr als die nötigen 14,99 € vorhanden sind und stelle einfach auf Monatsflat um. Schon habe ich wieder eine 5 GB-Flat. Brauche ich diese nicht, kann ich auf Tagesflat umstellen und zahle nur noch dann, wenn ich wirklich surfe. Rutscht mein Kontostand unter 14,99 € wird der Tarif automatisch auf die Tagesflat umgestellt.

Bislang brauchte ich die zusätzliche Monatsflat erst ein Mal. Das war genau vor einem Jahr. Da ich bereits einen zweiten Surfstick besaß, brauchte ich nur die SIM-Card, was die Verkäufer bei Lidl allerdings überforderte. Eine Rückfrage bei Fonic brachte eine schnelle Antwort mit genauer Anleitung, wie vorzugehen sei. Für den interessierten Leser: Man benötigt die SIM-Card Classic, zu der man gleich ein Guthaben erhält, und füllt das Konto auf, so dass man auf die Monatsflat umstellen kann. Das geht Online im eigenen Profil ganz einfach. Allerdings gab man mir bei Lidl trotzdem erst einmal die falsche SIM-Card und behauptete bei Reklamation, dass die SIM-Cards doch eh alle gleich seien. Schließlich sah man wenigstens einmal nach und fand die richtige SIM-Card.

Guthaben verschwindet ohne Grund

Alles funktonierte prima. Man sollte natürlich die automatische Abbuchung vom Konto nicht aktivieren, wenn man den Stick nur zeitweise nutzen will. Sonst bucht Fonic automatisch vom Konto ab, wenn der Guthaben-Betrag nicht ausreicht, und man zahlt weiter die Monatsflat. Ohne automatische Abbuchung schaltet der Tarif automatisch auf Tagesflat, die dann eigentlich nur etwas kosten sollte, wenn man sie nutzt.

In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Nachdem ich Fonic lange Zeit nicht mehr benötigte, wollte ich kürzlich das Konto wieder auffüllen, um die Monatsflat freischalten zu können. Zu meiner Überraschung war mein Kontostand bei Null. Es war nur eine kleine Summe übrig gewesen, so dass der Verlust sich in Grenzen hält. Gleichzeitig war es unmöglich, dass diese Summe sich auf Null reduziert, denn wäre mir die Tagesflat angerechnet worden, dann wäre immer ein Rest geblieben, da bei 1,99 € das Guthaben unmöglich genau aufgegangen wäre.

Viele Betroffene berichten von Guthabenschwund

Am 15.01.2014 schilderte ich Fonic den Sachverhalt und bat um Aufklärung. Nach fünf Tagen erhielt ich eine Antwortmail. Darin wurde mir mitgeteilt, dass die Bearbeitung meiner Anfrage noch andauere und man bat mich um Geduld. Bis heute kam keine weitere Antwort.

Eine Suche bei Google brachte schnell zu Tage, dass das Problem der verschwindenden oder schnell schrumpfenden Guthaben bei Fonic insbesondere in den letzten Jahren sehr häufig vorkommt. Auch das Ausbleiben einer Antwort scheint die Regel zu sein. Wie ich bereits auch Fonic selber schrieb, nutzt der beste Tarif nichts, wenn man dem Unternehmen nicht trauen kann. Zudem gibt es keine Möglichkeit, nur so viel auf das Konto zu laden, wie man wirklich braucht. Wenn man stets fürchten muss, dass das überschüssige Guthaben einfach so verschwindet, zahlt man besser gar nicht erst ein.

Fonic: Das ist die Wahrheit

Die Vielzahl der ähnlichen Meldungen im Internet spricht für sich. Es mögen einige dabei sein, die die falschen Einstellungen in ihrem Konto eingestellt haben, aber meine eigene Erfahrung zeigt mir, dass die Meldungen insgesamt auf Tatsachen beruhen. Solange Fonic nicht in der Lage ist, diesen Geldschwund zu erklären, sollte niemand mehr dort investieren. Schaltet die automatische Abbuchung vom Konto ab! Am besten gebt ihr gar keine Kontodaten an oder löscht sie, falls dies schon der Fall ist. Wollt ihr unbedingt noch aufladen, geht das auch mit einem Guthaben-Bon bei Lidl. Das Schlimmste aber ist, dass man sich bei der Vielzahl der Fälle fragen muss, ob System dahinter steckt.

Update: Finger weg von Fonic!

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5 Responses to Surfstick: Guthabenschwund bei Fonic von Lidl

  1. Pascal says:

    Mir sind auch Grade 13,00 Euro verschwunden bij lidl/fonic internet stick. 15 Euro aufladen geholt dann 1,99 tagesflat aktiviert und nach so 300mb hatte ich wohl nach angaben der website 4802mb runter geladen (ist aber begrenzt auf 500mb/tag!). Im Eimer damit!

  2. Pascal says:

    wenn mein vorheriger schreiben angekommen ist (freigeschaltet wird): ich sehe jetzt dass ich irgendwie ein Monatsflatrate habe fur 15 euro, ist also nichts weg nur falscher Tarif gebucht (4802mb frei). Der admin kann mein schreiben gerne entfernen..

  3. Jojo says:

    Wollte gleich die Monatsflatrate aktivieren, da haben die Gauner schon die Tagesflatrate abgebucht…dann aktiviert, trotzdem haben sie auch am zweiten Tag die Tagesflatrate abgebucht! Erst dann kam die Bestätigung zur Monatsflatrate. Das ist eindeutig Beschiss und Abzocke! Zudem ist das Internet scheisselangsam (Modem-Geschwindigkeit), obwohl laut Netzabdeckung es besser sein müsste…das ist Beschiss!!!

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